HCP-Modul Sachsen-Thüringen

Die Einheit in Deutschland
Gestellt wird diese Einheit in Deutschland durch die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Das Modul ist zur Hilfeleistung innerhalb der EU, bei entsprechend vorliegenden Voraussetzungen auch außerhalb der EU für EU-Hilfeleistungen, einsetzbar. Derzeit gibt es acht dieser Module bundesweit. Das Material wird durch den Zusammenschluss von THW Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen gestellt.


Einleitung
Im Zuge des EU-Gemeinschaftsverfahrens hat jeder Landesverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk den Auftrag von der THW-Leitung erhalten, ein High Capacity Pumping-Modul zu stellen. Der offizielle Start war im Dezember 2009 durch den Länderverband Sachsen / Thüringen.
Aufgabenspektrum
•    Pump- und Lenzarbeiten bei Hochwassersituationen.
•    Transport von Löschwasser über lange Strecken z. B. bei Waldbränden.
•    Aufbau einer Wasserversorgung über große Strecken und Höhen.


Anforderungen an die Einheit
Zur Ausstattung gehören Hochleistungspumpen mit einer Förderleistung von bis zu 15.000 Litern pro Minute. Zusätzlich muss eine Förderstrecke von bis zu 1000 m überwunden werden können. Ein HCP Modul ist 12 Stunden nach Alarmierung einsatzbereit. Voraussetzung ist, dass diese Arbeiten auch unter schwierigen Umständen autark zuverlässig erledigt werden können.


Standardbesetzung der Einheit
•    Der Teamleader HCP leitet des Einsatzes des HCP-Modules vor Ort
•    Der Chief of Operation HCP leiten und Koordinieren der Umsetzung des Auftrages in technischer Hinsicht
•    Der Logistics Expert HCP ist zuständig für die Bereiche Materialbeschaffung und -verwaltung sowie Lagerverwaltung. Zusätzlich Wahrnehmung der Funktion des Campleiters sowie anfallender administrativer Aufgaben.
•    Der Electrical Expert HCP ist zuständig für die Durchführung der technischen Einsatzaufgaben im Bereich Elektro.
•    Die drei Pumping Experts HCP (vorrangig aus der FGr WP) sind zuständig für die technischen Einsatzaufgaben im Bereich Pumpen.
•    Die drei Mechanical Experts HCP sind zuständig für die Durchführung der technischen Einsatzaufgaben im Bereich Hydraulik / Mechanik.
Zusätzliche Rollen in der Einheit
•    Medical Officer (Arzt) Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Einheiten.
•    Paramedic (Rettungsassistent) Sicherstellung der sanitätsdienstlichen Grundversorgung der Einheiten.
•    Firefighter (Feuerwehrmann/-frau) Unterstützung mit spezifischem Fachwissen bei der Wasserbereitstellung und Wasserförderung bei Brandeinsätzen des HCP-Moduls
•    Cook (Koch) Zuständig für die Herstellung der Gemeinschaftsverpflegung


Technik
Die Einsatzkräfte im HCP Modul werden durch die Einsatzausrüstung der teilnehmenden Ortsverbände des Technischen Hilfswerk unterstützt. Dabei sind die jeweils in einem Modul stationierten Großpumpen zusätzlich den Fachgruppen Wasserschaden / Pumpen angegliedert, aus den in der Regel auch die Einsatzkräfte stammen.
Ein Modul setzt sich aus einer Hochleistungspumpe mit 15.000 l/min, sowie zwei Großpumpen mit 5.000 - 6.000 l/min und diversem Schlauchmaterial in den Größen "F" und "G" zusammen.[1]
Die Havariepumpen sind auf Tandemanhänger verladene Kanalradpumpen der Herstellerfirma DIA (DIA Pumpe mit 15.000 l/min) die mit einem leistungsstarken Dieselmotor angetrieben werden. Die Großpumpen stammen vom Hersteller Börger (Börger Pumpe mit 5.000 l/min) oder Erkrath (Hannibal Pumpe mit 6.000 l/min), diese sind ebenfalls selbstansaugende Kanalrad-Kreiselpumpen und auf einachsigen Anhängern verladen. Die Pumpen können durch die Transportfähigkeit direkt an die Einsatzstelle verbracht werden, ihre Leistung ist ausreichend, um das Transportgut Wasser über mehrere Kilometer von der Einsatzstelle weg zu pumpen.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/High_Capacity_Pumping_Modules